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Jeder nach seiner Façon

Aufklärung und Menschenrechte

Im 18. Jahrhundert setzt sich allmählich die Aufklärung durch. Die „Gesetze der Natur und der Vernunft“ sollen die Grundlage allen Handelns werden. Traditionen und hergebrachte Meinungen werden kritisch hinter frag t und alte Zöpfe abgeschnitten, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Die Kritik beginnt beim Gottesgnadentum der Fürsten und geht weiter über Kirchen- und Bibelkritik bis zu einer allgemeinen Religionskritik . Die Aufklärung nimmt ihren Anfang in England und Frankreich und findet ihren politischen Ausdruck in der französischen Revolution. Sie bringt enorme Fort schritte in Naturwissenschaften und Philosophie. Ebenso entwickeln sich auch Recht und Gesellschaft . Die Menschenrechte werden formuliert . Zu ihnen gehört nun auch die Religionsfreiheit als ein Grundrecht und nicht nur als obrigkeitliches Zugeständnis. Auch das Verständnis von Toleranz wandelt sich. Friedrich II. notiert für das preußische Staatsgebiet: „Die Religionen müssen alle toleriert werden …, denn hier muss jeder nach seiner Façon selig werden.“

 

» Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der fiscal nuhr das auge darauf haben, das keine der andern abruch Tuhe, den hier mus ein jeder nach Seiner Fasson Selich werden!« Friedrich II. von Preußen (1712-1786)


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1660
1660 – die “republique des lettres”

 

1776
1776 Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten

 

1781
1781 – 85 Kaiserliche Toleranzpatente

 

1791
1791 Religionsfreiheit mit Verfassungsrang