19. und 20. JahrhundertRollUp5_365°_EBHN_800px

Das Zeitalter der Ökumene

Die protestantische Einigung in der Vielfalt

Im 19 . Jahrhundert verliert die Religion für viele an Bedeutung und der Ruf nach Trennung von Kirche und Staat wird lauter. Die Entwicklung fordert das Christentum heraus, zu einer eigenen Stimme zu finden. Die Protestanten versuchen ihre Spaltungen und Verwerfungen in 40 lutherische und reformierte Kirchen in Deutschland zu überwinden, so auch in der Gründung des Evangelischen Bundes 1886. Nach der Weltmissionskonferenz in Edinburgh 1910 und weiteren Konferenzen finden große Teile der weitweiten Christenheit im Ökumenischen Rat der Kirchen 1948 eine gemeinsame Stimme. Die Römisch-Katholische Kirche wird nicht Mitglied, arbeitet aber in der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung mit .

In Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils erlebt die Ökumene in den 1970er und 1980er Jahren eine Blüte, die aus den Gemeinsamkeiten wächst. Toleranz wächst da, wo die Kirchen ihre Nachbarn gut kennen und den eigenen Standpunkt klären. So finden ab 1973 die Mehrzahl der europäischen Protestanten in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa zusammen. Ihr Motto lautet: „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“.

 

 

» Ökumene wächst vor allem von unten, dann nämlich, wenn der Heilige Geist mit oder ohne kirchliche Genehmigung Christen befähigt, zu tun, was eint.« Reinhard Frieling, Direktor des Konfessionskundlichen Instituts (1981-99)

 

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1817
1817 Idsteiner Union

 

1846
1846 Gründung der Evangelischen Allianz

 

1948
1948 Ökumenischer Rat der Kirchen

 

1973
1973 Leuenberger Konkordie